Mende VTR 1000 SP1 aus Power-Bikes und PS 10/2003

Christian Monde bereitete seine Honda VTR 1000 SP-1 auf Basis eines Gebrauchtmotorrades mit Serienteilen und minimalem Aufwand für den Tuner-GP vor.

In die Preiskalkulation fließt also ebenso der Preis eines gängigen Zweite-Hand-Bikes ein, wie auch der Erlös für verkaufte Serienteile, die Mende durch eigene Parts ersetzt, etwa Verkleidung oder Beleuchtungsanlage. Dabei heraus kommt ein StVZO-gemäßer Renner, der durchaus auch auf der Rennstrecke eine gute Figur abgibt für vergleichsweise schmale 14800 Euro. Steuert der Kunde sein eigenes Motorrad bei und kümmert sich selbst um den Verkauf der Serienteile, stehen etwa 9600 Euro für den schlüsselfertigen Umbau an.

Mendes traditionelle Stärke ist das Motortuning. An der SP-1 beschränkt er sich dabei auf die Verwendung von Serienteilen, bearbeitet diese allerdings aufwendig um: Füllungsfördernde Teile wie die Köpfe mit Brennräumen und Kanälen, die Nockenwellen und ihre Steuerzeiten, dann die Ventile, die Kolben und Pleuel, schließlich auch Rotierendes der Kraftübertragung, etwa den Kupplungskorb oder das Getriebe in punkto Gewicht und Hinterschliff der Schaltklauen. Kein geringer Aufwand, der mit guten 4000 Euro zu Buche schlägt. Einen Beitrag zu den tatsächlich recht kernig, aber dank zweier BOS-ABE-Dämpfer legal bollernden 141 PS (flankiert von 105 Newtonmetern Drehmoment) leisten auch die Krümmeranlage sowie ein Power Commander vom Typ Illr, der am stets sanften Einsatz der Pferde aus jeder Last mitarbeitet.

Fahrwerksseitig greift Mende zu Bewährtem, sprich: einem Wilbers-Gabelumbau nach eigenen Vorgaben sowie einem entsprechenden Federbein. Ein Hyperpro-Lenkungsdämpfer hält zudem Lenkerschlagen im Zaum. Die Serienräder tragen griffige Pirelli Supercorsa eine gute Wahl auch für den kombinierten Betrieb auf Straße und Rennstrecke. Original bleibt bis auf Stahlflexleitungen ebenfalls die Bremsanlage - sie funktioniert ja auch bereits in der Serienversion ganz hervorragend. So gerüstet zieht die immerhin 214 Kilogramm schwere Mende-SP-1 einen wahrhaft sauberen Strich durchs Hockenheimer Motodrom, zielgenau und mit wesentlich satteren Reserven als die Serie, ohne dass der Komfort zu kurz käme.

Fazit
Christian Mende räumt also auf mit den Makeln der nicht unumstrittenen SP-1 und baut ein erschwingliches Motorrad, das wirklich gut funktioniert.

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